Bitrix24 Cloud oder On-Premise. Welche Lösung passt zu Ihrem Unternehmen?

Paul Streck
19. Juli 2026
Ihr Unternehmen möchte Bitrix24 einführen. Noch vor dem Projektstart stellt sich jedoch eine grundlegende Frage: Soll Bitrix24 als Cloud-Lösung genutzt oder als On-Premise-Version auf einer selbst gewählten Infrastruktur betrieben werden?
Auf den ersten Blick scheint der Unterschied einfach zu sein. Die Cloud-Version läuft auf der Infrastruktur des Anbieters, während Bitrix24 On-Premise auf einem eigenen oder angemieteten Server beziehungsweise in einer Private Cloud installiert wird. Tatsächlich beeinflusst diese Entscheidung jedoch weit mehr als nur den Speicherort der Daten.
Davon hängen unter anderem die Einführungs- und Betriebskosten, die Anpassungsmöglichkeiten, der interne IT-Aufwand, der Umgang mit Updates, die Kontrolle über die Infrastruktur und die Dauer der Implementierung ab.
In diesem Beitrag erklären wir die wichtigsten Unterschiede zwischen Bitrix24 Cloud und On-Premise, vergleichen die Möglichkeiten und Aufwände beider Varianten und zeigen, welche Fragen Unternehmen vor dem Kauf einer Lizenz klären sollten.
Was unterscheidet Bitrix24 Cloud von On-Premise?
Bitrix24 ist in zwei grundlegenden Varianten verfügbar.
Bitrix24 Cloud
Die Cloud-Version wird als fertiger Onlinedienst bereitgestellt. Das Unternehmen muss Bitrix24 weder auf einem eigenen Server installieren noch die zugrunde liegende Software-Infrastruktur selbst betreiben. Die Mitarbeitenden greifen über den Browser, die Desktop-Anwendung oder die mobile App auf das System zu.
Updates werden zentral eingespielt. Auch ein großer Teil der technischen Aufgaben, die für den Betrieb der Plattform erforderlich sind, wird vom Anbieter übernommen. Dadurch lässt sich das System in der Regel vergleichsweise schnell einführen.
Bitrix24 Cloud eignet sich nicht nur für sehr kleine Unternehmen. Es stehen verschiedene Cloud-Tarife zur Verfügung, die sich hinsichtlich Funktionsumfang und Anzahl der Nutzer unterscheiden. Je nach Tarif gehören dazu unter anderem CRM, Aufgaben- und Projektmanagement, interne Kommunikation, Automatisierung, Websites und weitere Werkzeuge für die tägliche Zusammenarbeit.
Bitrix24 On-Premise
Die On-Premise-Version wird auf einer Infrastruktur installiert, die das Unternehmen selbst auswählt und kontrolliert. Dabei kann es sich um einen eigenen Server, einen gemieteten Server oder eine Private-Cloud-Umgebung handeln.
Das Unternehmen erhält Zugriff auf die Administration, die Datenbank und den Quellcode großer Teile des Systems. Dadurch lassen sich Benutzeroberfläche und Geschäftslogik umfangreicher anpassen, eigene Module entwickeln und individuelle interne Systeme anbinden.
Mit dieser Freiheit geht jedoch zusätzliche Verantwortung einher. Die Serverumgebung muss vorbereitet und betrieben werden. Darüber hinaus sind Updates, Backups, Monitoring, Absicherung und die Wiederherstellung nach möglichen Störungen zu organisieren.
Diese Aufgaben können von einem internen IT-Team oder von einem spezialisierten Bitrix24-Partner übernommen werden.
Der zentrale Unterschied lässt sich so zusammenfassen:
Bitrix24 Cloud reduziert den technischen Aufwand für das Unternehmen. On-Premise bietet mehr Kontrolle und größere Freiheiten, erfordert dafür aber zusätzliche Ressourcen für den laufenden Betrieb.
Sie sind unsicher, welche Version zu Ihrem Unternehmen passt? WAM vergleicht Bitrix24 Cloud und On-Premise anhand Ihrer Nutzerzahl, der benötigten Integrationen, Ihrer Anforderungen an die Datenverarbeitung und der vorhandenen internen IT-Ressourcen.
Für wen eignet sich Bitrix24 Cloud?
Die Cloud-Version ist vor allem dann interessant, wenn ein Unternehmen schnell starten und keine separate Infrastruktur für Bitrix24 aufbauen möchte.
Bitrix24 Cloud passt in der Regel gut, wenn:
- kein eigenes Team für die Serveradministration vorhanden ist;
- das System nicht zwingend auf einer vom Unternehmen kontrollierten Infrastruktur betrieben werden muss;
- sich die wichtigsten Prozesse mit den Standardfunktionen von Bitrix24 abbilden lassen;
- für Integrationen vorhandene Apps, APIs oder eine Middleware ausreichen;
- die anfänglichen Investitionen überschaubar bleiben sollen;
- das Unternehmen Updates und Serverbetrieb nicht selbst übernehmen möchte;
- die Mitarbeitenden remote oder an verschiedenen Standorten arbeiten;
- Bitrix24 schrittweise eingeführt und erweitert werden soll.
Ein Beispiel: Ein Dienstleistungsunternehmen möchte Vertrieb, Kundenanfragen, Aufgaben und Projekte in einer zentralen Plattform zusammenführen. Benötigt werden CRM, automatische Erinnerungen, Dokumentvorlagen, Telefonie und Berichte. Eine eigene Serverinfrastruktur ist nicht vorhanden. Gleichzeitig erfordern die Prozesse keine Änderungen am Quellcode.
In diesem Fall lässt sich die Aufgabe mit Bitrix24 Cloud meist schneller und mit geringerem Betriebsaufwand umsetzen.
Cloud bedeutet nicht, dass individuelle Anpassungen ausgeschlossen sind
Manche Unternehmen ziehen On-Premise allein deshalb in Betracht, weil sie Bitrix24 an ihre eigenen Prozesse anpassen möchten. Individuelle Anforderungen sind jedoch nicht automatisch ein Grund für die selbst gehostete Version.
Auch in Bitrix24 Cloud lassen sich unter anderem:
- eigene Felder und Verzeichnisse anlegen;
- unterschiedliche Sales-Pipelines konfigurieren;
- Rollen und Zugriffsrechte festlegen;
- Automatisierungsregeln und Trigger einsetzen;
- Geschäftsprozesse erstellen;
- Telefonie, E-Mail und Websites anbinden;
- Apps installieren;
- Daten über die API mit anderen Systemen austauschen;
- externe Integrationslösungen entwickeln.
Deshalb sollte zunächst geprüft werden, ob sich die Anforderungen mit den vorhandenen Funktionen, durch Automatisierung oder über eine externe Integration umsetzen lassen.
On-Premise wird dann relevant, wenn die Möglichkeiten der Cloud die tatsächlichen Projektanforderungen nicht mehr abdecken.
Für wen eignet sich Bitrix24 On-Premise?
Die On-Premise-Version ist nicht für jedes Unternehmen notwendig. Sie wird vor allem dann interessant, wenn nicht nur die Konfiguration des Portals, sondern auch die technische Betriebsumgebung kontrolliert werden muss.
Bitrix24 On-Premise sollte geprüft werden, wenn:
- besondere Anforderungen an die Speicherung und Verarbeitung von Daten bestehen;
- das System in einer kontrollierten Unternehmensumgebung betrieben werden soll;
- ein Zugriff auf Datenbank und Quellcode erforderlich ist;
- Benutzeroberfläche oder Systemlogik tiefgreifend verändert werden müssen;
- Bitrix24 mit abgeschotteten internen Systemen verbunden werden soll;
- komplexe oder ungewöhnliche Geschäftsprozesse zum Einsatz kommen;
- spezielle Anforderungen an Leistung und Systemarchitektur bestehen;
- ein eigenes IT-Team oder ein zuverlässiger Partner für den Betrieb vorhanden ist;
- das Unternehmen bereit ist, Updates, Backups und Sicherheit selbst zu organisieren.
Ein Beispiel: Ein Produktionsunternehmen arbeitet mit einem ERP-System, einer eigenen Auftragsverwaltung, internen Datenbanken und weiteren Fachanwendungen. Bitrix24 soll Kunden- und Produktdaten aus mehreren Quellen erhalten, Aufträge an das ERP übergeben und individuelle Freigabeprozesse abbilden.
Lässt sich diese Architektur nicht zuverlässig über Standard-APIs und externe Anwendungen realisieren, kann On-Premise die notwendige Flexibilität für die Entwicklung bieten.
Bitrix24 On-Premise richtet sich daher vor allem an Unternehmen, die umfassende Kontrolle über Infrastruktur und Daten, komplexe Integrationen, eine höhere Skalierbarkeit oder tiefgreifende Anpassungen benötigen. Zur Verfügung stehen die Editionen Business und Enterprise, die sich unter anderem hinsichtlich Nutzerzahl und Infrastrukturmöglichkeiten unterscheiden.
Ist Bitrix24 On-Premise grundsätzlich sicherer als die Cloud?
Häufig wird angenommen, dass ein System auf einem eigenen Server automatisch sicherer sei als eine Cloud-Lösung. In der Praxis lässt sich das nicht so pauschal sagen.
On-Premise bietet dem Unternehmen tatsächlich mehr Kontrolle. Es kann selbst bestimmen:
- wo das System betrieben wird;
- wer Zugriff auf den Server erhält;
- wie das Netzwerk aufgebaut ist;
- welche Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt werden;
- wie Aktivitäten protokolliert werden;
- wo Backups gespeichert werden;
- wie eine Wiederherstellung organisiert ist;
- wann Updates installiert werden.
Mehr Kontrolle führt jedoch nicht automatisch zu mehr Sicherheit. Entscheidend ist, wie professionell die Infrastruktur betrieben und überwacht wird.
Werden Updates verspätet eingespielt, Backups nicht getestet, Zugriffsrechte falsch vergeben oder Serverzustände nicht überwacht, kann der eigene Betrieb zusätzliche Risiken verursachen.
In der Cloud übernimmt der Anbieter einen Teil der infrastrukturellen Aufgaben. Das Unternehmen bleibt jedoch weiterhin für seine internen Prozesse verantwortlich. Dazu gehören beispielsweise Benutzerrechte, sichere Konten, eine sinnvolle Zugriffskonfiguration, die Schulung der Mitarbeitenden und verbindliche Regeln für den Umgang mit Daten.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Was ist sicherer: Cloud oder On-Premise?“
Sinnvoller ist die Frage: „Mit welchem Betriebsmodell kann unser Unternehmen seine Anforderungen an Daten, Zugriffe, Backups und Systembetrieb zuverlässiger erfüllen?“
DSGVO und die Entscheidung zwischen Cloud und eigenem Server
Für Unternehmen in Deutschland und der Europäischen Union ist die Wahl häufig eng mit Datenschutz und DSGVO verbunden.
On-Premise ist jedoch nicht allein deshalb automatisch DSGVO-konform, weil das System auf einem eigenen Server betrieben wird. Umgekehrt ist eine Cloud-Lösung nicht automatisch ungeeignet, nur weil die Infrastruktur extern bereitgestellt wird.
Bei der Bewertung sollten unter anderem folgende Fragen berücksichtigt werden:
- Welche personenbezogenen Daten werden verarbeitet?
- Wo und unter welchen Bedingungen werden sie gespeichert?
- Wer erhält Zugriff auf diese Daten?
- Welche Dienstleister sind an der Verarbeitung beteiligt?
- Wie sind die vertraglichen Beziehungen geregelt?
- Wie werden Rollen und Berechtigungen vergeben?
- Wie lange werden Daten gespeichert?
- Wie funktionieren Löschung und Datenexport?
- Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen werden umgesetzt?
- Wie reagiert das Unternehmen auf mögliche Sicherheitsvorfälle?
On-Premise bietet mehr Möglichkeiten, Infrastruktur und Datenschutzprozesse selbst zu gestalten. Gleichzeitig muss das Unternehmen wesentlich mehr Maßnahmen eigenständig organisieren und dokumentieren.
Die Entscheidung über das Hosting-Modell sollte deshalb gemeinsam mit IT-Verantwortlichen und Datenschutzbeauftragten getroffen werden. Dabei ist nicht nur Bitrix24 selbst zu betrachten, sondern die gesamte technische und organisatorische Umgebung des Unternehmens.
Updates: automatische Bereitstellung oder vollständige Kontrolle
In Bitrix24 Cloud werden Updates zentral bereitgestellt. Das Unternehmen muss neue Plattformversionen nicht selbst herunterladen und installieren.
Der Vorteil liegt im geringeren IT-Aufwand. Gleichzeitig kann das Unternehmen den Zeitpunkt der Produktänderungen nicht selbst festlegen. Bei der Einrichtung von Prozessen und Integrationen sollte deshalb berücksichtigt werden, dass sich die Cloud-Plattform kontinuierlich weiterentwickelt.
Bei On-Premise entscheidet das Unternehmen selbst, wann ein Update installiert wird. Eine neue Version kann zunächst in einer Testumgebung geprüft werden. Erst wenn die Kompatibilität mit Erweiterungen und Integrationen sichergestellt ist, wird sie in das Produktivsystem übernommen.
Diese Kontrolle setzt jedoch regelmäßige technische Arbeit voraus:
- Neue Updates müssen beobachtet und bewertet werden.
- Vor der Installation sollte ein vollständiges Backup erstellt werden.
- Anpassungen und Integrationen müssen in einer Testumgebung geprüft werden.
- Die technischen Arbeiten müssen zeitlich geplant werden.
- Nach dem Update sind die wichtigsten Prozesse erneut zu testen.
Updates sollten nicht dauerhaft verschoben werden. Veraltete Versionen erhalten möglicherweise nicht alle erforderlichen Fehler- und Sicherheitskorrekturen. Außerdem können bestimmte moderne Funktionen von einer aktuellen Plattformversion abhängig sein.
Bitrix24 weist zudem darauf hin, dass einzelne Funktionen der On-Premise-Version, darunter bestimmte KI-Funktionen, Cloud-Komponenten nutzen können. Eine aktuelle On-Premise-Installation ist daher nicht in jedem Fall ein vollständig isoliertes System.
Welche Variante ist günstiger?
Für Unternehmen mit weitgehend standardisierten Prozessen erfordert die Cloud meist geringere Anfangsinvestitionen. Eine eigene Serverumgebung muss weder gekauft noch eingerichtet werden. Viele technische Aufgaben sind bereits Bestandteil des Dienstes.
On-Premise kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn eine eigene Infrastruktur aus nachvollziehbaren Gründen erforderlich ist oder tiefgreifende Anpassungen einen messbaren geschäftlichen Mehrwert schaffen.
Die selbst gehostete Version nur wegen des Wunsches nach möglichst viel Kontrolle auszuwählen, ist dagegen häufig nicht wirtschaftlich. Das Unternehmen erhält möglicherweise ein komplexeres und teureres System, obwohl sich seine Anforderungen auch in der Cloud abbilden ließen.
Für einen realistischen Vergleich sollten die Kosten über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren betrachtet werden. Dazu gehören:
- Lizenzen;
- Implementierung;
- Infrastruktur;
- Updates;
- Support;
- Integrationen;
- interner Personalaufwand;
- zukünftige Skalierung.
Nicht nur der Lizenzpreis ist entscheidend. Maßgeblich sind die Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus des Systems.
Ist ein Wechsel von der Cloud zu On-Premise möglich?
Ja, ein Wechsel ist grundsätzlich möglich. Er sollte jedoch als eigenständiges Migrationsprojekt betrachtet werden und nicht als einfacher Tarifwechsel.
Nicht alle Bestandteile eines Portals lassen sich auf die gleiche Weise übertragen. Ein Teil der Daten kann über Standardfunktionen exportiert und importiert werden. Für andere Inhalte werden REST-APIs oder spezialisierte Werkzeuge benötigt.
Auch Bitrix24 sieht die Migration von der Cloud in die On-Premise-Version vor, unter anderem mit Unterstützung eines zertifizierten Partners.
Vor dem Wechsel sollte geprüft werden, welche Daten, Automatisierungen, Apps und Integrationen betroffen sind. Außerdem müssen ein zulässiges Zeitfenster für die Unterbrechung und ein Rückfallplan definiert werden, falls beim Produktivstart kritische Probleme auftreten.
Ist ein Wechsel von On-Premise in die Cloud möglich?
Auch dieser Wechsel kann sinnvoll sein. Ein Unternehmen möchte beispielsweise seinen internen IT-Aufwand reduzieren, benötigt bestimmte individuelle Erweiterungen nicht mehr oder überprüft die laufenden Infrastrukturkosten.
Eine Migration in die Cloud kann jedoch anspruchsvoll werden, wenn die On-Premise-Version stark verändert wurde. Eigene Module und Anpassungen, die direkt auf die Datenbank oder veränderten Quellcode zugreifen, lassen sich nicht ohne Weiteres in die Cloud übertragen.
In diesem Fall sind mehrere Schritte notwendig:
- Es muss geprüft werden, welche Funktionen tatsächlich genutzt werden.
- Für individuelle Erweiterungen müssen Cloud-Alternativen gefunden werden.
- Ein Teil der Integrationen muss auf API-basierte Lösungen umgestellt werden.
- Die Daten müssen für die Migration vorbereitet werden.
- Die Grenzen des gewählten Cloud-Tarifs sind zu prüfen.
- Die wichtigsten Prozesse müssen im neuen Portal getestet werden.
Vor jeder Migration empfiehlt sich daher ein technisches Audit des bestehenden Systems. Dabei sollte nicht nur geprüft werden, ob ein Wechsel möglich ist, sondern auch, ob er sich wirtschaftlich lohnt.
Beispiel für die Entscheidung zwischen Cloud und On-Premise
Nehmen wir an, ein Unternehmen möchte Bitrix24 für Vertrieb, Projektmanagement und die Bearbeitung von Kundenanfragen einsetzen. Es beschäftigt 35 Mitarbeitende und verfügt nicht über einen eigenen Systemadministrator.
Website, E-Mail und Telefonie lassen sich über vorhandene Funktionen anbinden. Daten aus dem Buchhaltungssystem können über eine API übertragen werden.
Obwohl eine Integration erforderlich ist, wird On-Premise in diesem Fall wahrscheinlich nicht benötigt. Mit der Cloud-Version kann das Unternehmen schneller starten und muss keine eigene technische Betriebsumgebung aufbauen.
Anders sieht es bei einem Unternehmen mit mehreren Niederlassungen und einer komplexen internen Systemlandschaft aus. Es nutzt ein ERP-System, eigene Datenbanken und eine zentrale Unternehmensauthentifizierung. Auf bestimmte Anwendungen kann nur aus dem internen Netzwerk zugegriffen werden. Einige Prozesse lassen sich weder mit Standardautomatisierungen noch allein über die API abbilden.
In diesem Fall kann On-Premise eine sinnvolle Lösung sein, sofern die Vorteile der eigenen Architektur die Kosten für Implementierung und Betrieb rechtfertigen.
Entscheidend ist: Eine Integration allein macht On-Premise noch nicht notwendig. Ausschlaggebend sind die Tiefe der Integration, die technischen Rahmenbedingungen und der erforderliche Grad der Systemanpassung.
Wie WAM bei Auswahl und Einführung von Bitrix24 unterstützt
Eine falsche Entscheidung bei der Wahl der Version kann entweder zu unnötigen Kosten oder zu Einschränkungen führen, die erst nach dem Projektstart sichtbar werden.
Deshalb sollte Bitrix24 vor dem Kauf einer Lizenz im Zusammenhang mit den tatsächlichen Prozessen, Systemen und Zielen des Unternehmens bewertet werden.
WAM begleitet Unternehmen strukturiert durch diesen Entscheidungsprozess.
- Analyse der Ausgangssituation. Zunächst werden die Ziele, bestehende Prozesse, eingesetzte Systeme, Nutzerzahlen und Anforderungen an die Datenverarbeitung betrachtet.
- Vergleich von Cloud und On-Premise. Dabei geht es nicht nur um Funktionen und Lizenzkosten. Bewertet werden auch Integrationsmöglichkeiten, notwendige Anpassungen, Infrastrukturaufwand, laufende Betriebskosten, technische Risiken, zukünftige Skalierbarkeit.
- Planung der Lösung. Auf Grundlage der Analyse entsteht ein Zielbild für Bitrix24. Dazu gehören die Nutzerrollen, die CRM-Struktur, Automatisierungen, Integrationen und die einzelnen Implementierungsphasen.
- Konfiguration und Entwicklung. WAM richtet Bitrix24 passend zu den Prozessen des Unternehmens ein, bindet externe Systeme an, entwickelt erforderliche Erweiterungen und unterstützt bei der Datenmigration.
- Schulung und laufende Betreuung. Nach dem Start erhalten die Mitarbeitenden ein verständlich aufgebautes System und eine passende Schulung. Anschließend kann WAM Automatisierungen weiterentwickeln, technische Probleme beheben und Bitrix24 an neue Geschäftsanforderungen anpassen.
Auf diese Weise wird die Version nicht anhand einer allgemeinen Liste von Vor- und Nachteilen ausgewählt, sondern danach, wie gut sie zur tatsächlichen Situation des Unternehmens passt.
Häufig gestellte Fragen
Lässt sich Bitrix24 Cloud an individuelle Unternehmensprozesse anpassen?
Ja. In der Cloud stehen benutzerdefinierte Felder, mehrere Sales-Pipelines, Zugriffsrechte, Automatisierungsregeln, Trigger, Geschäftsprozesse, Apps und APIs zur Verfügung. Für viele Unternehmen reichen diese Möglichkeiten vollständig aus.
Wird On-Premise für die Integration eines ERP-Systems benötigt?
Nicht grundsätzlich. Wenn das ERP-System eine geeignete API bietet, lässt sich die Integration häufig auch mit Bitrix24 Cloud umsetzen.
On-Premise wird vor allem dann relevant, wenn Systeme nur innerhalb eines abgeschotteten Netzwerks erreichbar sind oder Änderungen auf Code- und Datenbankebene erforderlich werden.
Wird für On-Premise ein eigener physischer Server benötigt?
Nein. Die Installation kann sowohl auf einem Server im eigenen Unternehmen als auch in einem geeigneten Rechenzentrum oder in einer Private-Cloud-Umgebung betrieben werden.
Entscheidend ist, dass die Infrastruktur die technischen Anforderungen erfüllt und professionell betreut wird.
Wer installiert die Updates bei On-Premise?
Das Unternehmen übernimmt diese Aufgabe selbst oder beauftragt einen technischen Partner.
Vor einem Update sollten Backups geprüft und die Kompatibilität von Integrationen und individuellen Erweiterungen getestet werden.
Kann ein Unternehmen zunächst die Cloud nutzen und später zur On-Premise wechseln?
Ja. Dieses Vorgehen kann sinnvoll sein, wenn das Unternehmen schnell starten möchte und noch nicht feststeht, ob eine eigene Infrastruktur tatsächlich erforderlich ist.
Eine mögliche spätere Migration sollte jedoch bereits bei der ursprünglichen Systemarchitektur berücksichtigt werden.
Eignet sich On-Premise auch für kleine Unternehmen?
Technisch gesehen ja. Entscheidend ist jedoch nicht die Unternehmensgröße, sondern das konkrete Anforderungsprofil.
Benötigt ein kleines Unternehmen tatsächlich eine abgeschottete Umgebung und tiefgreifende Anpassungen, kann On-Premise sinnvoll sein. Fehlen solche Anforderungen, ist die Cloud meist einfacher und wirtschaftlicher.
Sollte für die Einführung von On-Premise ein Partner beauftragt werden?
Ein Unternehmen kann die Installation selbst durchführen, wenn die erforderlichen technischen Kompetenzen vorhanden sind.
Bei komplexen Implementierungen, Migrationen, Integrationen und individuellen Entwicklungen ist die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Bitrix24-Partner jedoch in der Regel sinnvoll.
Fazit
Bitrix24 Cloud und On-Premise bieten die zentralen Werkzeuge für CRM, Aufgaben, Projekte und Zusammenarbeit. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in der Art, wie das System betrieben und weiterentwickelt wird.
Die Cloud ermöglicht einen schnelleren Einstieg und reduziert den technischen Aufwand. Sie eignet sich für Unternehmen, denen Standardkonfigurationen, Automatisierungen und API-basierte Integrationen ausreichen.
On-Premise bietet mehr Kontrolle über Infrastruktur, Code und Architektur. Gleichzeitig müssen Kosten für Serverbetrieb, Updates, Backups, Sicherheit und technische Betreuung berücksichtigt werden.
Die Entscheidung hängt deshalb nicht nur von der Zahl der Mitarbeitenden ab. Wichtig sind die Geschäftsprozesse, benötigten Integrationen, Anforderungen an die Datenverarbeitung, vorhandene IT-Ressourcen und die langfristigen Entwicklungspläne.
Sie sind unsicher, welche Variante zu Ihrem Unternehmen passt? WAM analysiert Ihre Anforderungen, Ihre bestehende Systemlandschaft und die benötigten Integrationen. Auf dieser Grundlage vergleichen wir Bitrix24 Cloud und On-Premise und empfehlen eine Lösung, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
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